bvmd

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Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd, international: German Medical Students' Association) ist der Zusammenschluss der studentischen Vertretungen der 38 medizinischen Fakultäten in Deutschland.

Auf internationaler Ebene ist der Verein in der European Medical Student's Association (EMSA) und im weltweiten Dachverband International Federation of Medical Students’ Associations (IFMSA) engagiert. Die Arbeit ist ehrenamtlich und der Verein ist als gemeinnützig anerkannt.

Geschichte

Die Organisation ging 2004 aus der Fusion der vormaligen Fachtagung Medizin e.V. (FTM) mit dem Deutschen Famulantenaustausch (dfa) hervor. Die Fachtagung Medizin entstand 1947 unter dem Namen Arbeitsgemeinschaft Deutscher Medizinfachschaften und wurde 1950 als Fachverband Medizin in den damaligen Verband Deutscher Studentenschaften aufgenommen. 1951 gehörte der Fachverband zu den Gründungsmitgliedern der IFMSA und übernahm somit auch die Vertretung der deutschen Medizinstudierenden auf internationaler Ebene.

Um die zunehmenden Austauschaktivitäten insbesondere mit den USA zu koordinieren, wurde bald darauf der Verband der Freunde und Förderer des Medizinstudiums e.V. (FFM) gegründet. 1971 entstand daraus der Westdeutsche Famulanten Austausch (wfa), der sich nach der deutschen Wiedervereinigung 1991 in Deutscher Famulantenaustausch (dfa) umbenannte. Neben der Vermittlung von Auslandsfamulaturen für zuletzt bis zu 450 Studierende pro Jahr engagierte sich der dfa zunehmend auch im Bereich Forschungsaustausch sowie in Public Health-Projekten in Afrika und Lateinamerika.

Dabei kam es im Laufe der Zeit zunehmend zu Reibungsverlusten mit der FTM, die sich mit zum Teil ähnlich gelagerten Themen wie etwa HIV-Prävention, Flüchtlingen und Frieden befasste. 1993 bildeten beide Organisationen daher zunächst eine lockere Arbeitsgemeinschaft German Medical Students' Association (GeMSA), um unter diesem Namen die Interessen der deutschen Medizinstudierenden gegenüber der IFMSA gemeinsam zu vertreten. Im Mai 2004 beschlossen die Mitgliederversammlungen von FTM und dfa, die bisherige Arbeitsgemeinschaft offiziell in die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. zu überführen. Nachdem die bisherige Arbeit schrittweise auf die Gremien der neuen Organisation übertragen worden war, wurde im Mai 2008 im Rahmen der bvmd-Mitgliederversammlung in Göttingen der dfa aufgelöst.

Vereinsstruktur

Mitglieder des Vereins sind die gewählten Studierendenvertretungen aller 38 medizinischen Fakultäten, die nach deutscher Approbationsordnung in der Bundesrepublik studieren. Somit ist die bvmd die legitimierte Vertretung der mehr als 89.000 Medizinstudierenden in Deutschland. Die inhaltliche Arbeit leisten neben den Lokalvertretungen zahlreiche Projekte und acht Arbeitsgruppen:

  • AG Famulaturaustausch
  • AG Forschungsaustausch
  • AG Europäische Integration
  • AG Gesundheitspolitik
  • AG Medizinische Ausbildung
  • AG Medizin & Menschenrechte
  • AG Public Health
  • AG Sexualität & Prävention

Diese werden durch die Sparte Training in ihrer Arbeit unterstützt.

Der Vorstand der bvmd setzt sich aus dem Geschäftsführenden Vorstand und den Bundeskoordinationen der Arbeitsgruppen, der Projektkoordination, der Trainingskoordination und Vorstands-Assistent_innen zusammen. Er leitet die inhaltliche und strukturelle Arbeit des Vereins und wird einmal jährlich auf den Medizinstudierendenversammlungen der bvmd gewählt.

Aufgaben & Ziele

Die Arbeit der bvmd basiert auf drei Säulen:

1. Vernetzung von Medizinstudierenden und Projekten
2. Interessenvertretung von Medizinstudierenden
3. Förderung des Internationalen Austausches

Veranstaltungen

Die ordentlichen Mitgliederversammlungen (MV) finden dreimal jährlich statt und erstrecken sich jeweils über ein Wochenende. Zwei Versammlungen werden im Sommersemester und eine im Wintersemester abgehalten. Zu jeder MV kommen circa 200 bis 300 Studierende zusammen. Neben den Plenarsitzungen wird auf den MVen innerhalb der AG-Zeiten auch inhaltlich gearbeitet, die AGs und Projekte stellen sich in einer Postersession vor, in Trainings können individuelle Kompetenzen erweitert werden und innerhalb des Fachschaftsforums wird die Zusammenarbeit zwischen den lokalen Fachschaften weiter vorangetrieben.

Die Arbeitsgemeinschaftenveranstalten darüber hinaus Arbeitswochenenden zu spezifischen Themen, die von allen interessierten Studierenden besucht werden können.

Einmal jährlich wird seit 2007 der Bundeskongress (BuKo) ausgerichtet. Auch dieser umfasst ein Wochenende und bietet jedes Jahr zwischen 300 und 600 Medizinstudierenden die Möglichkeit, über den Tellerrand des Medizinstudiums hinauszuschauen und sich in Workshops, Podiumsdiskussionen und Impulsvorträgen zu den verschiedensten Themenbereichen weiterzubilden. Jeder Bundeskongress hat ein Leitthema, in den letzten Jahren waren dies folgende:

  • 2007: Hamburg – „Zukunft des Arztberufs – Entscheidungsträger und junge Mediziner im Dialog“
  • 2008: Leipzig – „Das Praktische Jahr“
  • 2009: Jena - „Patienten in der Glaubenskrise – Vom Vertrauensverlust in die Mediziner“
  • 2010: Münster – „Zukunft der Medizin – Wer setzt uns Grenzen?“
  • 2011: Aachen – „Medizin – Eine Herzenssache“
  • 2012: Kiel – „Unendliche Weiten der Medizin – und wie weit gehen wir?“
  • 2013: Aachen – „Maschine: Mensch“
  • 2014: Halle – „(H)ALLE VEREINT – Medizin gemeinsam gestalten“
  • 2015: Leipzig – „Studieren bis der Arzt kommt“
  • 2016: Freiburg – „Stadt? Land? Flucht!“
  • 2017: Mainz – „Quo vadis Universitätsmedizin?“

Nächste Veranstaltungen

Veranstaltung Datum Ausrichtende Lokalvertretung
1. Sommer-MV 11.-13.05.2018 Freiburg
2. Sommer-MV 29.06.-01.07.2018 Brandenburg a.H.
Winter-MV 02.-04.11.2018 Greifswald
12. bvmd Bundeskongress 30.10-01.12.2018 Rostock

Weblinks

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